DB Schenker Erweiterung des Logistikzentrums

Das Logistikzentrum von DB Schenker umfasst ein Areal von 1,2 Hektar. Die Verwendung von Holz bei diesem Projekt wurde durch eine langfristige Entwicklungsarbeit mit dem Auftraggeber möglich. So konnte auch die Wettbewerbsfähigkeit von Holz unter Beweis gestellt werden.

Das L-förmige Gebäude ist ca. 210 m lang und die Kon­struktionstiefe beträgt durchschnittlich 45 m. Die Ge­samthöhe des Gebäudes ist 9,7 m.

Das dreischiffige Gebäude besitzt eine Konstruktion aus Brettschichtholzsäulen und -Balken, die die Dachelemente aus Holz tragen. Das Gebäude wurde mit Stützen ausgesteift. Die Brett­schichtholzsäulen wurden in der Mitte mit der Verteilung von 15 m und an den Außenwänden mit der Verteilung von 7,5 m platziert. Der Hauptbalken des mittleren Feldes ist der Firstbalken und an den seitlichen Felder der gedrehte Firstbalken. Dadurch erhält man die natürliche Neigung für das Regenwasser.

Für die Dachelemente des Gebäudes wurden die Kerto-Ripa-Dachelemente gewählt, die auch als Aussteifung der Dachkonstruk­tion dienen. Die Elemente wurden bereits vorbearbeitet auf die Bau­stelle geliefert: Die Dämmungen, Unterdeckbahnen, Querneigungen und die benötigten Durchführungen waren bereits in den Elemen­ten enthalten. Die Abdichtungsbahn wurde vor Ort montiert. An die einheitliche Kerto-Q-Platte auf der Unterseite der Elemente konn­ten Beleuchtung und andere Haustechnikanlagen befestigt werden, wodurch sich bei der Installation der Haustechnikanlagen deutliche Ersparnisse erzielen ließen.

Auch die Konstruktionen der Außenwände sind aus Holz, was wiederum die Befestigung der elektrischen Leitungen der Schwing­tore direkt an die Außenwandelemente ermöglichte. Somit wurden große Ersparnisse erzielt, da für die Befestigung der ca. 100 Lade­tore des Gebäudes keine separaten Stahlrahmen benötigt wurden.

Ein bedeutender Vorteil der Holzkonstruktion war die schnelle Umsetzung. Die Montage der Holzkonstruktion wurde in der Zeit von Juni bis August durchgeführt und dauerte insgesamt 10 Wochen.

Bei der Konstruktionsplanung spielte die Optimierung der Holz­konstruktionen eine Schlüsselrolle, da man hierdurch Kosten- und Raumeffektivität erzielen wollte. In einem großen Gebäude kann durch eine Optimierung der Materialverwendung große Einspa­rungen erreicht werden. Wenn die Materialverwendung effektiv ist, reduziert sich auch der CO²-Fußabdruck.

Das Logistikzentrum sollte möglichst geräumig und flexibel für seine Nutzung gestaltet sein. Die Verwendung von raumgreifenden Diagonalaussteifungen war nicht gestattet. Mit Hilfe von Ausstei­fung mittels Säulen-Balken-Systems wurde u. a. ein reibungsloser Gabelstaplerverkehr im Gebäude sichergestellt.

Die Konstruktionsplanung des Logistikzentrums beinhaltete viel Entwicklungsarbeit. Die Modellierung der Rahmen- und Stahlkom­ponenten sowie der Kerto-Ripa-Dachelemente wurden mit der Soft­ware Tekla Structures durchgeführt, aus der die Zeichnungen für die Fertigung herausgeschrieben wurden. 

Projekt in Kürze
Lage: 
Vantaa
Bauherr: 
Rakennuttajatoimisto HTJ Oy
Größe: 
Fläche: 12,000 m2
Tragwerksplanung: 
Petri Talvitie, Lauri Pennala, Petri Kortelainen, A-Insinöörit Oy