Ressourcenzentrum Virvelinranta

Das Ressourcenzentrum für schwer behinderte Menschen, das in Hämeenlinna erbaut wurde, ragt am Ufer des Vanajavesi-Sees nah der Hämeenlinnanväylä-Autobahn empor. Auf dem Grundstück wurde ein in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts erbautes Gärtnerhäuschen beibehalten, und die Neubauten wurden um es herum gruppiert.

Holz war das nahe liegende Baumaterial in Anlehnung an das alte Gärtnerhäuschen. Statt einer kompakt gebauten Anstalt wollte man mehr eine Art Dorfkomplex schaffen. Die Gebäude wurden also so platziert, dass zwischen ihnen geschützte Hofflächen verblieben. Aus den Fenstern eröffnen sich Ausblicke auf das Ufer des Vanajavesi-Sees.

Das Zentrum umfasst die Räume für die Tagesbetreuung der Bewohner, die Dienstleistungen für die Behinderten und die Zimmer für das betreute Wohnen. Das Zentrum für die Tagesbetreuung bildet das größte Gebäude des gesamten Komplexes. Hier sind der Speisesaal, ein weiterer Saal, die Badeabteilung sowie verschiedene Therapieräume und drei Tagesbetreuungs-Abteilungen untergebracht. Das Herz des Gebäudes ist der Innenhof, von dem man über den Vanajavesi-See hinweg einen Ausblick auf die Stadtmitte von Hämeenlinna hat.

Die Wohneinheiten sind auf drei Gebäude verteilt: auf ein Reihenhaus, ein Atriumhaus und ein Doppelhaus. Das Reihenhaus enthält Wohnungen für Menschen, die imstande sind, selbständig zu wohnen. Die Menschen, die mehr Betreuung benötigen, wohnen im Doppel- oder im Atriumhaus, wo es auch gemeinsame Räume gibt. Die Privatsphäre der Wohnungen, die sich zum Hof hin öffnen, ist durch Terrassen verstärkt worden, die von Rankengittern aus Leimholz geschützt werden. Rankengitter bieten zudem den nach Süden hin gelegenen Wohnungen einen Sonnenschutz.

Das hauptsächliche Fassadenmaterial ist Holz. Nur die zur Autobahn hin gelegene Gebäudegruppe ist verputzt worden. Der italienisch rote Ölanstrich der Holzfassaden erinnert an das traditionelle Dorfmilieu.

Die Gebäude wurden im Frühjahr 2010 fertig gestellt.

Projekt in Kürze
Lage: 
Hämeenlinna
Tragwerksplanung: 
Jorma Jääskeläinen