Die Villa Lena wurde von mir als Eigenheim geplant. Gleichzeitig dient ihre Verwirklichung als ganzheitlich konzipiertes Wohnhaus als Forschungsprojekt. Ziel war es, Außen- und Innenräume zu einem einheitlichen Ganzen zu vereinen; so soll der Garten dazu beitragen, einen fließenden Übergang zwischen Gebäude unter freier Natur zu schaffen. So wurden die der Natur zugewandten Wände aus Glas gestaltet, die den Nachbarn oder der Straße zugewandte Seite jedoch als Massivwände ausgelegt.

Die Innenräume sind nicht eindeutig gegeneinander abgegrenzt, auch sind die Räume nicht schallisoliert. Die „Reviere“ sind nur andeutungsweise nachvollziehbar, sei es durch dünne Vorhänge oder versetzbare Bauelemente. Auch bei der Auswahl der gröberen Baustoffe spielte die Naturbezogenheit eine entscheidende Rolle: so wurden für die Gestaltung der Innenwände grob gesägte Holzbretter verwendet, dem abgeschliffenen Betonboden blauer und weißer Glasbruch beigemischt.

Das Gerüst des Hauses wurde aus Holzelementen zusammen gesetzt. Die Außenund Innenkleidungen wurden vor Ort gefertigt. Für die Außenfassade wurde sibirische Lärche verwendet. Die Bauarbeiten führte ich zusammen mit dem Zimmermann Martti Raittila durch.

Olavi Koponen

Projekt in Kürze
Lage: 
Espoo
Bauunternehmer: 
Martti Raittila ja Olavi Koponen
Bauherr: 
Elena Eremeeva
Tragwerksplanung: 
Oskari Laukkanen